GEOportal.NRW

Das GEOportal.NRW ist die zentrale Vermittlungsstelle zwischen Nutzern und Anbietern von Geodaten in NRW. Weiterhin dient es als Informationsplattform hinsichtlich des aktuellen Stands der INSPIRE-Umsetzung und des Aufbaus der Geodateninfrastruktur in NRW (GDI-NW).

Als Kernelement der Geodateninfrastruktur NRW ermöglicht das GEOportal.NRW den Bürgerinnen und Bürgern, der Politik, der Wirtschaft sowie der Verwaltung die einfache Recherche und Visualisierung von Geobasis- und Geofachdaten der Landesverwaltung. Weiteren Anbietern von Geodaten (geodatenhaltende Stellen) steht es frei, auch Ihre Daten über das Portal in die (inter)nationale Geodateninfrastruktur einzubinden.

Zentrale Funktionalitäten des GEOportal.NRW sind dementsprechend

    … seitens der Nutzer

  •     die Suche von Geodaten und Diensten,
  •     die Anzeige von Informationen über die Geodaten und Dienste (Metadaten) und
  •     die Visualisierung von Geodaten.

    … seitens der Anbieter (geodatenhaltende Stellen)

  •     die Registrierung von Geodaten und Diensten,
  •     die Eingabe und Pflege von Informationen über die Geodaten und Dienste (Metadaten)
  •     die Konformitätsprüfung von Metadatensätzen.

Von erheblicher Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Interoperabilität, die durch die Einhaltung internationaler Standards (ISO, OGC) gewährleistet wird. Nur so wird die Integration des nordrhein-westfälischen Zugangsknotens in den Portalverbund der GDI-DE sowie die Verknüpfung mit dem Geoportal der EU möglich.

Die Landesverwaltung kommt mit dieser Infrastrukturleistung auch ihrem gesetzlichen Auftrag aus dem Geodatenzugangsgesetz NRW (GeoZG NRW) nach, indem sie mit dem GEOportal.NRW einen Zugang zu dem Netzwerk aus Metadaten, Geodaten, Geodatendiensten und Netzdiensten schafft. Mit dem GeoZG NRW hat der Gesetzgeber die Richtlinie 2007/2/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2007 zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE) bereits Anfang 2009 in nationales Recht umgesetzt.

Kerngedanke der – im weitesten Sinne umweltpolitischen – Richtlinie ist es, verteilte Geodatenbestände mittels standardisierter Verfahren (Dienste) über das Internet zur Verfügung zu stellen. Durch die Nutzung einer solchen diensteorientierten Architektur und dadurch, dass die Verantwortung für die Daten bei den originären (dezentralen) Stellen verbleibt, wird vor allem der Aufbau redundanter Strukturen vermieden, der Zugang zu und die Auffindbarkeit von Geodaten vereinfacht sowie ein Aktualitätsverlust durch Sekundärdatenhaltung vermieden.