INSPIRE

INSPIRE (INfrastructure for SPatial InfoRmation in Europe) steht als Kürzel für die Richtlinie 2007/2/EC des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Gemeinschaft.

Die Richtlinie ist am 15. Mai 2007 in Kraft getreten und muss innerhalb von zwei Jahren von den Mitgliedsstaaten der EU jeweils in nationales Recht umgesetzt werden. Ziel der Richtlinie ist es, aufbauend auf den nationalen Geodateninfrastrukturen, die grenzübergreifende Nutzung von Daten in Europa zu erleichtern und somit eine europäische GDI aufzubauen.

Die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht ist auf Ebene des Bundes am 10. Februar 2009 erfolgt. Die rechtliche Umsetzung in Deutschland bedeutet - aufgrund der föderalen Struktur - eine Umsetzung sowohl auf Ebene des Bundes sowie innerhalb der 16 Bundesländer. Insgesamt sind somit 17 Gesetze zu erlassen, bzw. soweit schon vorhanden, vorhandene Gesetze entsprechend zu novellieren. Das Geodatenzugangsgesetz NRW ist am 28. Februar 2009 in Kraft getreten und steht als Download bereit.

 

Um welche Daten geht es?

INSPIRE bezieht sich ausschließlich auf Geodaten, also rechnerlesbare Informationen, die Raum und Umwelt beschreiben. Der Anwendungsbereich von INSPIRE ist auf 34 Themenfelder begrenzt, die in drei Anhängen zur Richtlinie schlagwortartig aufgeführt sind. Hierzu gehören z.B. Geographische Namen, Adressen, Verkehrsnetze, Schutzgebiete, Bodenbedeckung und Geologie. Zudem verlangt INSPIRE die Beschreibung der Geodaten durch Metadaten, vergleichbar den Katalogeinträgen einer Bibliothek, um z.B. über die Aktualität der Geodaten Informationen zu erhalten.

Weitere Einzelheiten über die konkreten fachlichen Inhalte der Themenfelder werden im Rahmen der Erarbeitung der Durchführungsbestimmungen festgelegt. Danach liegt es in der Verantwortung der Mitgliedsstaaten, die relevanten Datensätze im eigenen Land zu identifizieren und INSPIRE-konform bereit zu stellen.