Metadatenpflege

Was sind Metadaten?

Metadaten sind Informationen, die Geodatensätze und Geodatendienste beschreiben und es ermöglichen, diese zu ermitteln, in Verzeichnisse aufzunehmen und zu nutzen.

Diese Begriffsdefinition zu Metadaten findet sich u.a. in der INSPIRE-Richtlinie und dem Geodatenzugangsgesetz NRW und verdeutlicht, dass die in den Metadaten enthaltenen Informationen wesentlich sind für den Zugang zu und die Nutzung von Geodaten und Geodatendiensten sowie entsprechenden Anwendungen.

Bei der Nutzung von (Geo-)Metadaten steht im Vordergrund, Geodaten, bzw. Geodatendienste aufzufinden. Die zugehörigen Metadaten werden daher in Katalogsystemen (Metadateninformationssystemen) geführt, umfassen neben einer Beschreibung insbesondere die Informationen zum Auffinden der zugehörigen Daten/Dienste und auch Angaben wie Qualität, Herstellung/Herkunft und Bedingungen, bzw. Beschränkungen für Zugang und Nutzung. Die Metadaten sind von der jeweiligen geodatenhaltenden Stelle zu erfassen und analog zu den zugehörigen Geodaten, bzw. Geodatendiensten aktuell zu halten.


Rollen und Gruppen zur Metadatenpflege

Für jede Behörde oder Institution, die das Geoportal.NRW nutzt, wird eine eigene Gruppe angelegt. die standardmäßig aus dem Namen abgeleitet wird. Jedem Nutzer wird neben der Zugehörigkeit zu einer Gruppe eine bestimmte Rolle zugewiesen: Datenpfleger oder Redakteur.

Ein Datenpfleger hat das Recht, Metadaten zu erfassen und eigene Metadaten zu ändern. Ein Redakteur hat darüber hinaus das Recht, Metadatensätze (seine eigenen oder die der Datenpfleger in seiner Gruppe) zu veröffentlichen und die Zuordnung von Metadatensätzen zu Datenpflegern in seiner Gruppe zu verändern. Innerhalb jeder Gruppe muss es also mindestens einen Redakteur geben, um Metadaten dieser Behörde oder Institution veröffentlichen zu können.

Bei der erstmaligen Registrierung ist daher anzugeben, ob für diesen neuen Nutzer Redakteurs- oder Datenpflegerrechte beantragt werden und welcher Gruppe der neue Nutzer zuzuordnen ist, falls diese Gruppe bereits existiert.


GEOkatalog

Der GEOkatalog ist das Metadateninformationssystem des Landes NRW und stellt den zentralen Bestandteil des GEOportal.NRW dar. Im GEOkatalog können Geodaten, Geodienste und Anwendungen registriert, erfasst, gesucht, gefunden und ausgewählt werden.

Bereits existierende andere Metadatenkataloge werden mittels genormter Schnittstellen an den GEOkatalog angebunden. Auf der anderen Seite ist der GEOkatalog in gleicher Weise auch an den Geodatenkatalog der GDI-DE angebunden, der wiederum die Metadaten für die EU bereitstellt. Geodatenhaltende Stellen im Land NRW, die über kein eigenes Metadateninformationssystem verfügen, können die Metadaten online im GEOkatalog erfassen und öffentlich verfügbar machen.

Um die Qualität und die Einheitlichkeit der Metadaten zu steigern, wurde durch die Geschäftsstelle des IMA GDI.NRW ein Leitfaden zur Erfassung der Metadaten erstellt. Die Qualität der Metadaten ist entscheidend für die Auffindbarkeit und Aussagekraft  von Informationen zu Daten und Diensten in einer Geodateninfrastruktur.

Der GEOkatalog richtet sich an Anwender, die Metadaten editieren oder einpflegen. Zur Nutzung dieser Applikation müssen Sie sich im GEOportal kostenlos registrieren. Für die Nutzung der Metadatenrecherche im GEOviewer ist keine Registrierung notwendig.


Abb. 1) Metadatenpflege im GEOkatalog


Metadaten im GEOkatalog pflegen

Diese Funktionalität dient den Anbietern von Geodaten, -diensten und Anwendungen dazu, Metadaten zu erfassen, zu pflegen und zu publizieren. Die Metadaten können auf unterschiedlichen Wegen in den GEOkatalog gelangen:

Die Kernkomponente des GEOkatalogs ist der Smart Editor. Mit diesem Werkzeug können Sie Metadaten formularbasiert erfassen und pflegen. Der Web-Editor berücksichtigt die Vorgaben durch INSPIRE und ISO 19115/19119 bzgl. der verpflichtenden Kern-Elemente. Hier können neue Metadatensätze angelegt, im Entwurfsstadium intern zwischengespeichert oder als lokale XML-Datei abgelegt und zur weiteren Bearbeitung wieder aufgerufen werden. Auch für die Überarbeitung und Pflege bereits publizierter Metadatensätze wird der Smart Editor genutzt. Die Funktionen zum Validieren (gem. ISO, bzw. INSPIRE) und Publizieren der Metadaten sind ebenfalls Bestandteil dieser Anwendung.

Das Einpflegen von Metadaten ist auch außerhalb des Smart Editors möglich. Mit der Funktion Metadatenimport können in einer XML-Datei gespeicherte Metainformationen eingelesen werden. Hier kann auch unmittelbar die Publizierung der Metadaten angestoßen werden.

Smart Editor und Metadatenimport werden im GEOkatalog aufgerufen.


Dienste im GEOkatalog registrieren

Diese Funktionalität dient den Anbietern von Geodiensten dazu, den Dienst in das GEOportal einzubinden, d.h. Metadaten im GEOkatalog zu erfassen und unmittelbar die Verbindung zum Aufruf des Dienstes herzustellen.

Dazu dient der Smart Editor im GEOkatalog. Dieser Web-Editor dient zur Erfassung und Pflege der Metadaten und berücksichtigt die Vorgaben durch INSPIRE und ISO 19115/19119 bzgl. der verpflichtenden Kern-Elemente. Innerhalb des Smart Editor besteht die Möglichkeit, Dienste per URL-Eingabe einzubinden und auf diesem Wege (aus den Capabilities des Dienstes) die zugehörigen Metadatenelemente zu füllen. Dieser Weg ist für WebMapServices, WebFeatureServices und ArcIMS Image Services möglich. Im Anschluss an den Import kann die Ergänzung, Pflege, Validierung und Publizierung der Metadaten erfolgen.


Anbindung externer Metadatenkataloge an das Geoportal.NRW

Im Rahmen der Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie in Nordrhein-Westfalen ist das Geoportal.NRW als zentrales Element der Geodateninfrastruktur eingerichtet worden.
Es fungiert als Landesknoten für NRW gegenüber dem zentralen Bundesknoten beim BKG / GDI-DE.
Um darüber hinaus auch die Geodaten und Geodatendienste der Kommunen oder anderen Ressorts der Landesverwaltung auffindbar zu machen, können bereits vorhandene Metadateninformationssysteme an den Katalog im Geoportal.NRW (GeoMIS.NRW) angeschlossen werden. Diese Kataloge werden dann in die zentrale Suche einbezogen. Somit wird die Auffindbarkeit z.B. kommunaler Geodaten und Geodatendienste mittels eines zentralen Zugangs ermöglicht (Metadatenkatalog melden).